Bisher können wir sagen: Südfrankreich hat es uns angetan. Wir sind wieder einmal in diesen Gefilden unterwegs. Aber ein anderer Campingplatz. Ob dies nun wirklich besser ist als im letzten Jahr, Ihr werdet es sehen. In diesem Jahr haben wir bereits unseren Klappfix verkauft, nachdem wir vom Land in die Stadt umgezogen sind. Also benötigen wir eine Möglichkeit um auf einem Campingplatz zu übernachten. Wir haben uns wieder einmal für Yelloh entschieden, denn im letzten Jahr hatten wir sehr gute Erfahrungen bei Yelloh.

Der Weg nach Südfrankreich ohne Anhänger und mit Nutzung der Autobahn ist verhältnismäßig schnell, nur 9 Stunden Autofahrt inklusive kurzer Pausen. Endlich am Platz angekommen wurden wir auf Deutsch begrüsst und durften direkt unser kleines Häuschen beziehen. Dass das Auto nicht auf den Vorgesehenen Parkplatz passt, war dabei schon fast das schlimmste. Zugegeben, ein 5 Meter Auto hat auf einem 4,8 Meter Parkplatz schon so seine Schwierigkeiten, insbesondere wenn vorne und hinten eine kleine Mauer steht, die man nun bei aller Liebe nicht kaputt machen möchte. Wir haben also unser Hab und Gut ausgeladen und sind wieder zum Empfang vorgegangen. Dort wollte man Anfangs von unserem Problem gar nichts wissen. Erst, als ich ein Foto gezeigt habe, was unseren Audi zur Hälfte auf dem normalen Weg gezeigt hat, hat man sich bereit erklärt eine Lösung zu suchen. Und die wurde schnell und unkompliziert gefunden. Unser Auto hat einen sogenannten Notfallparkplatz erhalten. Diesen bekommen Gäste, deren Fahrzeug nicht auf die vorgesehenen Parkmöglichkeiten passen.

Während dieser gesamten Aktion wurde es sehr schnell so spät, dass wir nach der langen Autofahrt nur noch etwas zu Essen und dann ins Bett mochten. Zu allem Unglück hatten wir dann noch kalten Wind vom Meer, so dass es in unserem Häuschen recht kühl war. Auf der Homepage haben wir gelesen, dass unsere Unterkunft eine Heizung haben soll. Diese haben wir dann nämlich sehr schmerzhaft vermisst. Es war nur ca. 12° im Raum und unsere dicke Decke mochte uns nicht wärmen. Also haben wir dann die Heizdecke ausgepackt und unser Bett auf diesem Wege gewärmt. Strom ist auf diesem Platz nämlich inklusive. Da wir dies nun wussten, lag jeden Abend die Heizdecke unter der Bettdecke, damit das Bett wenigstens schon warm ist wenn wir dann schlafen gingen.

Da wir in diesem Jahr ohne funktionierendes Internet nach Frankreich gefahren sind, haben wir uns überlegt eine Free Simkarte zu kaufen. Wir sind also am Montag nach Béziers gefahren und haben ein Free-Shop aufgesucht. Dank guter Vorbereitung konnte ich mich mit dem Türsteher des Shops soweit unterhalten, dass ich ihm sagen konnte was wir benötigen. Da wir offensichtlich keine Franzosen waren, wurden wir jedoch nicht ins Geschäft hineingelassen. Wir waren schon sehr verwundet, dass es überhaupt einen Türsteher an einem solchen Shop gibt, denn im gesamten Shopping Center haben wir keinen gesehen. Nicht einmal beim Juwelier mit einer wirklich hochpreisigen Auslage. Nun denn, nach dieser Absage haben wir dann einen Orange Store aufgesucht und wurden dort sehr kompetent beraten. Zwar auch wieder nur auf Französisch, aber das ist in Frankreich auch nicht anders zu erwarten. Wir haben schlussendlich bekommen, wonach wir begehrt haben. 6GB Datenvolumen für €14,90 ohne automatische Verlängerung.

Wir sind dann auch gleich noch in Béziers geblieben, haben jeden Shop im kompletten Shopping Center besucht. Nur den Wocheneinkauf haben wir dann in Sérignan getätigt, denn im Carrefour Sérignan gibt es wahnsinnig gutes Sushi, welches direkt im Geschäft zubereitet wird. Für den nächsten Tag haben wir uns dann Entspannung verschrieben und sind am Strand gewesen. Zumindest solange wie die Sonne schien und es trocken war. Immerhin hatten wir ein paar Bücher übers Reisen mit, so dass wir die Regenstunden mit Lesen verbringen konnten. Sehr spannend geschrieben, fanden wir beide, ist das Buch „Viermal ans Ende der Welt“, was uns zum erneuten Nachdenken über unsere Reisepläne bewogen hat. Es wurde nichts gestrichen, aber das zukünftige Reisemobil wurde erneut in Frage gestellt. Überhaupt ist die Frage nach dem Reisefahrzeug eine sehr große bei uns gewesen, darum ist sie uns einen eigenen Beitrag wert.

Einen sehr schönen Tag haben wir dann in Montpellier verbracht, auch wenn wir es kaum aus der Fußgängerzone heraus geschafft haben. So viel gab es dort zu bestaunen. Enge verwinkelte Gassen, in denen tatsächlich Autos gefahren sind und auch in Garagen abgestellt wurden. Ich hätte nicht gewusst wie ich dort in die Garage hineinkommen soll, aber es sah sehr leicht aus. Sehr wahrscheinlich ist es einfach die jahrhundertelange Erfahrung des Fahrers gewesen. Bald haben wir ein kleines Café entdeckt, in welchem wir es uns kurz gemütlich machten. Es ist nicht aus der Kette unserer Lieblingscafés, die Unternehmensfarben stimmen dennoch überein. Das Green Coffee in 36 Boulevard du Jeu de Paume ist auf jeden Fall zu empfehlen. Dort gibt es eine wundervolle Chocolate Traditional, welche man mit einem Löffel zu sich nimmt. Gepaart mit einem leckeren Expresso passt das wunderbar zusammen.

Wieder zurück am Campingplatz haben wir unser kaltes Bett genossen und uns auf den nächsten Tag gefreut. Dieser war dann erneut nicht so angenehm, sondern leicht regnerisch oder einfach nur bewölkt. Urlaub geht irgendwie anders haben wir so das Gefühl gehabt. So sind wir nur in Vias geblieben und haben dort die Strassen unsicher gemacht. In der einen Sonnenstunde, sind wir aber doch noch im gewärmten Pool vom Campingplatz gelandet und haben die Sonne genießen können. Es ist also nicht nur schlecht gewesen. Wieder einmal sind wir sehr früh ins Bett, irgendwie habe ich das Gefühl gehabt, es kündigt sich eine Erkältung an.

Der nächste Morgen brachte dann im Wetterbericht wieder nur Regen und Wolkendecke mit sich, so dass wir und dazu entschieden haben den Urlaub einen Tag früher als geplant abzubrechen. Die Heimreise war dann sehr unterhaltsam und lustig. Einen Abstecher ins Green Coffee in Montpellier bei schönstem Sonnenschein hat unsere Laune aufgebessert, die Erkältung zwar nicht wirklich verhindert, aber um das ging es auch nicht. Kurz vor der Schweizer Grenze in Genf haben wir dann noch einen wundervollen Sonnenuntergang bestaunen dürfen. Der Rest der Heimfahrt war dann sehr unspektakulär und wir sind sehr froh gewesen, dass unsere Wohnung angenehm warm war.

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