Unser Klo

Diskutieren können wir gut

„Egal, welches Fahrzeug wir kaufen, Schatz, es muss eine Toilette rein!“ – Das war in den Monaten unserer Fahrzeug-Diskussion mein Lieblingssatz. Dafür recherchierten wir wochenlang über die verschiedenen mobilen Toilettentypen und -möglichkeiten. Es war natürlich sehr hilfreich, dass schon einige Blogger und Vlogger Berichte dazu veröffentlicht hatten und wir somit abendelang Videos zum platzsparenden Toilettenbau schauen sowie zahlreiche Blogartikel dazu lesen konnten. 

Stand der Dinge heute Ende Oktober 2018: Wir haben eine Trockentrenntoilette mit einem Separett Einsatz verbaut und das ganze funktioniert, auch wenn noch Optimierungsbedarf besteht.

Um dieses Ergebniss zu erlangen, waren wir erst einmal einkaufen: Im örtlichen Baumarkt habe ich 15mm dicke Holzplatten in unseren Wunschmaßen gekauft. Den Separett Einsatz (Privy 501) samt Klodeckel hatte ich bereits vorher online bestellt. Unsere Einsätze für flüssige und feste Ausscheidungen sind 2 Mülleimer aus dem schwedischem Möbelhaus. Ansonsten gesellte sich Farbe, Trageschlaufen und weiteres Holz aus unseren Beständen dazu.

Und schon wurde fleissig gewerkelt. Aus den restlichen Siebdruckplatten vom Fahrzeugboden sägten wir eine Bodenplatte und eine obere Platte zurecht und diese wurden dann mit den bereits zugesägten Holzplatten für die Wände zusammen gesetzt. Wir schraubten Leisten an die Innenseite unserer Klobox, so dass die obere Platte fest aufliegt und zum Reinigen und zur Entsorgung einfach hochgenommen werden kann. Die Eimer haben wir mit Leisten fixiert, damit nicht daneben fallen kann. Wenn der Feststoff-Eimer verrutscht, ist das im wahrsten Sinne des Wortes „Scheiße“.

Auf der oberen Platte haben wir dann den Separett Einsatz geschraubt und dann in die entsprechende Lage der Box gelegt und schon ist das Klo einsatzbereit, wenn der Klodeckel dann auch aufliegt

Das hört sich recht einfach an, ist es eigentlich auch. Wenn alle Maße passen, dann ist so ein Klo nach einem halben Tag fertig.

Spannend ist bei uns nur die Position im Max, denn unser Klo hat seinen Platz zwischen Küche und Schiebetür und deshalb war vorher sehr viel messen und schauen, ob es wirklich passt, angesagt. Und lasst Euch gesagt sein, es geht. Wir haben derzeit die Aussenmaße von Breite 40 cm x Tiefe 52,5 cm x Höhe 46 cm und können es tatsächlich an dieser Position nutzen.

Zusammenfassend können wir sagen, ein Klo passt ins kleinste Auto.

KW2018-40 – Wir waren auf dem CVSM 2018

Ihr wart wo?

Schon in 2017 haben wir von einem kleinen Campervan Treffen in Südtirol gehört, wo sehr viele Blogger und Vlogger gemeinsam Ihr Unwesen treiben. Dem Camper Van Summit Meeting. Es findet immer am ersten Wochenende im Oktober statt und ist damit eher eines der letzten Treffen im Jahr. In diesem Jahr war es vom 03. Oktober bis zum 07. Oktober. Und wir waren mit dabei.

Bereits von Paraguay aus haben wir uns Überlegt, dass wir dort gerne hin möchten. Für uns war ziemlich sicher, dass wir bis dahin noch keinen eigenen Van haben werden, also haben wir uns etliche Optionen überlegt, wie wir das nun anstellen können, um auch dabei sein zu können. Auf der Homepage der Veranstaltung haben wir dann einen ausstellenden Vermieter gefunden, bei dem wir uns dann einen Kastenwagen für diesen Zeitraum gemietet haben.

Du fragst Dich warum? Naja, die Absetzkabine haben wir ja bereits ausführlich getestet und durften dabei feststellen, dass diese so gar nichts für uns ist.

Mit dem PickUp unterwegs

 

 

 

Weinsberg CaraBus 601DQ

Zugegeben, Tests von irgendwelchen Wohnmobilen gibt es im Internet nun wirklich zu Genüge. Warum müssen wir nun also unseren Senf auch noch mit dazu geben? Ganz einfach, weil wir es gut finden, wenn es möglichst viele verschiedene Meinungen zu den Dingen gibt. 

Wir haben uns also bei der Firma Camper-Miete einen Kastenwagen gemietet und direkt noch die Eintrittskarten zum CVSM mit bestellt, da wir einen guten Preis für diese bekommen konnten. Wie gesagt, wir waren noch in Paraguay und hatten auch hier die Herausforderung, dass wir etwas anmieten, ohne die Möglichkeit zu haben, physische Unterschriften leisten zu können. Ähnlich wie es ja auch bei unserem Dachzelt gewesen ist.

Die gesamte Kommunikation erfolgte via E-Mail und war insgesamt sehr angenehm. Unsere Ansprechpartnerin konnte jederzeit sehr kompetente Antworten geben und hat uns immer gut beraten. An dieser Stelle noch mal ein großes Dankeschön für alles, insbesondere für das entgegengebrachte Vertrauen, dass wir, obwohl zur Anmietung nicht im Lande, dann den Kastenwagen auch abnehmen. 

Ursprünglich gemietet hatten wir einen Kastenwagen für zwei Personen ohne Fahrradträger. Erhalten haben wir einen Kastenwagen für vier Personen mit Fahrradträger. Wir waren auch die letzten Mieter der Saison für diesen Wagen, wenn nicht sogar für die komplette Flotte. Das wissen wir nicht so genau. Wie auch immer, der Kastenwagen war, wie fast alle Kastenwägen, aufgebaut auf einem FIAT Ducato und damit außen einiges größer als unser Max. Damit sollten wir aber keine Probleme haben.

Unser Fahrzeug hatte also Platz für vier Personen, das heisst, dass er neben einem Heckbett noch ein vorderes Hubbett über der Halbdinette hatte. Hinten haben wir übrigens quer geschlafen, was zumindest für mich mit einigen Kopfschmerzen verbunden war. Auch wenn ich nur 1.86m lang bin, so ist doch die Bettlänge schon etwas knapp bemessen. Aber auf dem Hubbett hätten wir doch deutlich weniger Platz gehabt. Immerhin konnten wir bequem im Bett sitzen und uns darin herum lümmeln, genau so, wie wir es gerne machen und wie es in der Absetzkabine nicht möglich gewesen ist.

Alles drin und trotzdem…

Wir hatten eine Komplett-Ausstattung, das heisst, dass wieder einmal sogar die Kaffee-Maschine mit dabei war. Bettwäsche und Camping-Stühle haben wir aber vorgängig beim Vermieter gelassen und unsere eigenen Stühle bzw. Bettwäsche mitgenommen. Ausgestattet mit den üblichen Merkmalen wie 2-Flammen-Kocher, Dusche, Chemie-Klo (was wir davon halten weißt Du ja schon) und vor allem einer Gas-Heizung hatten wir alles, was wir brauchten – und auch nicht brauchten. Ja, gekocht haben wir jeden Tag, geduscht auch und auch auf Toilette waren wir regelmäßig. Jedoch haben wir dafür Dusche und Toilette von der Campingplatz Infrastruktur verwendet, denn das CVSM war auf einem Campingplatz.

Da wir aus den vorherigen Nächten im Dachzelt schon wussten, dass es einigermaßen kühl werden würde, habe ich dann in der ersten Nacht im CaraBus auch die Heizung eingeschaltet. Und zwar auf ca. 22°C. Mitten in der Nacht bin ich dann davon aufgewacht, dass Sanny die Schiebetür geöffnet hat. Ihr war heiß und das waren keine Hitzewallungen, sondern die Heizung, die genau unter ihrem Kopf am werkeln war. Ich habe nämlich fast gefroren mit der nicht ganz dicht schliessenden Hecktür. Dies scheinen aber alle Kastenwagen zu haben, schliesslich gibt es als Zubehör so manches mal eine Thermodecke für die Hecktüren zu kaufen.

Also haben wir dann die Heizung in den folgenden Nächten nicht mehr so heiß eingestellt und auch die Köpfe von der Heizung weg gelegt, so dass wir dann wenigstens noch warme Füße hatten. Das mit der Heizung ist also noch optimierbar. Mal schauen, was die Zukunft der Ausbauer da so mit sich bringt.

Der nächste Kritikpunkt lässt aber nicht lange auf sich warten. Wir hatten nämlich die Hoffnung, dass wir durch das größere Fahrzeug auch mehr Platz im Innenraum haben. Aber dem ist nicht wirklich so. Max ist klein, das war uns bewusst und es war so gewollt. Aber der CaraBus ist groß, zumindest von außen. Und innen? Tja, da haben wir uns so manche blaue Flecke geholt, da zum Beispiel zwischen der Küchenzeile und der Badezimmertür wirklich nur sehr wenig Platz war. Dann gibt es eine über einen Meter breite Schiebetür, von der mal gerade die Hälfte verwendet werden kann, weil die andere Hälfte von der Küchenzeile in Beschlag genommen wurde.

Also kommen wir insgesamt auch bei einem aktuellen Kastenwagen zu dem Fazit, dass dies nicht unser Fahrzeug sein wird. Sollten wir also irgendwann mal von Max Abschied nehmen müssen, dann müssen wir wirklich suchen, oder aber wieder komplett selbst ausbauen.

CVSM 2018

Wir sind also am 03. Oktober auf dem Campingplatz Leutasch in Tirol/Österreich angekommen und haben uns einen Platz für den Campervan gesucht. Und dann auch direkt den ersten Fehler gemacht. Wir hätten uns nämlich erst an der Rezeption anmelden sollen und nicht direkt rauffahren. Aber egal. Der Kasten stand und wir sind dann zur Anmeldung gegangen, wo große Listen mit allen Teilnehmern vorhanden waren. Nur wir standen nicht drauf, trotz gültigem Ticket. Sogleich wurde Peter, der Veranstalter, gerufen und es wurde um Klärung gebeten. Peter haben wir schon auf dem Caravan Salon Düsseldorf gesehen und er konnte sich auch an uns erinnern. Das macht so manche Sachen dann sehr viel einfacher. Da wir ja ein gültiges Ticket hatten, durften wir auch bleiben.

Das CVSM ist eine Art Ausstellermesse mit Familiencharakter. Neben ein paar Ausstellern waren nämlich noch eine ganze Menge bekannter Blogger und Vlogger vor Ort. Neben Patascha’s World, comewithus2, Rebecca on the Roof und Thilo Vogel, die wir alle schon persönlich kannten, durften wir dann auch noch weitere Blogger wie z.B. Road an BoardLife of Balu, Schalldose on Tour, camperontour und viele weitere persönlich kennenlernen. Diese Möglichkeit hatten nicht nur wir, sondern jeder der dort war. Es gehörte nämlich zum Programm.

Apropos Programm, das gab es natürlich auch. Einige Blogger und Vlogger haben von ihren Reisen berichtet und schöne Diavorträge gehalten, andere haben Kochkurse mit dem Omnia gemacht. Es wurden Wandertouren, Kletterkurse und Mountain-Bike Touren angeboten. Und am Abend gab es verschiedene Lagerfeuer und ein ziemlich gutes Catering, welches vom Campingplatz-Betreiber organisiert wurde. Das absolute Highlight beim Catering war wahrscheinlich der Grill Wettbewerb, bei dem jeder Fleisch, Salat, Knoblauchbrot und Gemüse bekommen konnte und diese Dinge dann auf verschiedenen bereitgestellten Grills garen durfte. Die drei besten Grillstücke (Fleisch oder Vegetarisch) wurden prämiert und haben tolle Gewinne erhalten.

Ebenfalls wurde eine große Tombola veranstaltet zu der die Aussteller grandiose Preise bereitgestellt haben. Der Erlös der Tombola wurde zugunsten eines Gemeinnützigen Vereins gespendet, was wir als große Geste natürlich sehr gerne unterstützt haben. Einen Sachgewinn gab es für uns nur in Form eines Trostpreises, viel wichtiger war uns aber, dass wir etwas Geben durften, was auch da ankommt, wo es gebraucht wird, bei Menschen, die nicht mehr so viele Wünsche haben.

Kurz gesagt

Wieder einmal eine Woche voller Erlebnisse, neuer Kontakte und spannender Gespräche. Nebenbei durchaus leckeres Essen und die Erfahrung, dass ein gemieteter Kastenwagen nicht unser permanentes Heim werden wird. Das CVSM ist für uns aber schon fast zu spät im Jahr, insbesondere deshalb, weil es in den Bergen im Oktober schon sehr durchwachsen sein kann. Die nächste Woche ist wieder einmal ohne Bericht, da wir auf einer Fortbildung sind.

KW2018-38 – Der fertige Ausbau?

Ein Bett im LKW

Unser lieber Max ist wirklich ein praktisches Gefährt. Groß und doch klein, langsam und doch schnell, leicht und doch schwer. Ein echter LKW halt. Sagt zumindest die Finanzbehörde und das Straßenverkehrsamt.

Die letzten Wochen haben wir nun damit verbracht Max von innen so richtig sauber zu machen. Genau so, wie wir es vor ein paar Wochen auch schon gemacht haben. Nein, nicht genau so, aber zumindest so ähnlich. Der vorhandene Schrank musste genau so weichen wie die ölige Bodenplatte und die Wandpaneele. Denn im Inneren roch es sehr stark nach Öl und Benzin; wurde doch regelmäßig ein Motorrad in ihm transportiert. Danach hat Eike dann mehrere Stunden lang den Innenraum mit allen möglichen Reinigern gereinigt. Nach der aufwendigen Reinigung folgte die Rostbehandlung an den kleinen Löchern, in denen die Nieten für die alten Einbauten hielten. Etwas benebelt und mit Kopfschmerzen ging es dann am Abend ins Bett. Am nächsten Morgen folgte die Lackbehandlung der Rostlöcher mittels Spraydose. Rostschutz und ein weißer Lack versiegelte den Rostumwandler. Am Abend ging es dann etwas benebelt und mit Kopfschmerzen ins Bett.
Nach einiger Zeit konnten wir dann schon mit dem Einkleben von insgesamt 20m² Armaflex beginnen. Für die tiefen Fächer in den Wänden und der Decke, sowie für den Boden, haben wir 19mm starke Platten verlegt. Wichtig hierbei ist, dass wirklich jede Bodenwelle fest angedrückt wird, anderenfalls kann sich in dem entstandenen Hohlraum Kondenswasser sammeln und bildet so eine gute Grundlage für erneuten Rost. Im Idealfall hast Du beim selbst ausbauen nach der Wärmedämmung hinten eine Black-Box. Also es ist alles was kein Fenster ist schwarz.

Relativ schnell sind wir uns darüber einig, dass Max ein Bett benötigt. Dieses wird, so wie es in vielen Kastenwägen auch ist, mehrteilig in Max verbaut. Es gibt einen festen Teil, der über die gesamte Breite von 156cm geht und ziemlich genau 140cm lang ist geben. Dieser Teil wird getragen von einem kleinen Holzrahmen und einem einfachen Roll-Lattenrost aus dem Matratzenfachhandel. Der Roll-Lattenrost hat eine Breit von 140cm und soll für ein 200cm Bett ausreichen. Die weiten Abstände bei einer 2 Meter Bettlänge lassen uns dazu tendieren, dass wir den Roll-Lattenrost nicht kürzen, sondern einfach die Abstände zwischen den Latten sehr viel enger machen, als es vom Hersteller vorgesehen ist.

Unsere bereits vorhandene Matratze von 200cm x 140cm wird einfach auf 156cm gekürzt. Für den verbleibenden Rest haben wir aktuell noch keine Verwendung, aber wer weiß, vielleicht werden da ja noch Kissen draus.

Im vorderen Teil des Laderaums befindet sich eine Schrankkonstruktion, die sämtliche Einbauten aufnehmen soll, die wir noch benötigen. Um nun also im Wageninnern schlafen zu können, müssen wir uns etwas überlegen.

Welche Einbauten braucht Max?

Ein Bett allein macht noch keinen Campervan. Kurz überlegt, was wir noch benötigen, haben wir dann eine lange Liste mit Dingen erstellt, die wir für wichtig befinden.

  • Kühlbox
  • Wassertank
  • Abwaschbecken
  • Gaskocher
  • Geschirr
  • Batterie
  • Spannungswandler
  • Ladebooster
  • Toilette
  • Jede Menge Kleinkram

Sobald diese Liste fertig war, haben wir die für uns übliche Aufgabenteilung vorgenommen. Sandra hat das Budget für alles zusammen und für die einzelnen Geräte festgelegt. Ich habe dann auf Basis dieses Budgets versucht die Einzelprodukte zu kaufen. Das hat natürlich nicht immer – oder gar nicht? – geklappt. Wie dem auch sei, der Busausbau ist keine Geschenkestunde. Wenn Dir jemand sagt, dass er seinen Bus für nur €2000,00 ausgebaut hat, dann hat er viele Dinge nicht berechnet, frech gelogen oder vieles gratis erhalten. Und seine eigene Zeit hat er dann mal sowieso nicht mit einberechnet.

Die Holzarbeiten die bereits parallel zu anderen Arbeiten wie z.B. den Elektrischen Leitungen hat Sandra angefangen. Sie kann nämlich sehr gut mit Stichsäge, Kreissäge, Bohrmaschine und Schmirgelleinen umgehen. Eike hat während dem dann Leitungen konfektioniert, Kabelschuhe gekrimpt, Leitungen im Bus verlegt, Positionen für Ladebooster, Batterie und Spannungswandler festgelegt und soweit schon möglich diese auch bereits montiert. Einige Geräte wurden erst mal mit Malerkrepp auf den Boden geklebt, damit für den Möbelbau eine Grundidee vorliegt.

Und überhaupt, wer sagt denn, dass alle bestellten Gerätschaften auch pünktlich ankommen? Bei uns war das leider nicht der Fall, aber wir wollen ja auch nicht mit einem „fertigen Van“ unterwegs sein. Etwas Spaß muss für „später“ auch immer noch vorhanden sein.

Also wurde für den Wassertank, der noch nicht da ist, nur ein Malerkrepp geklebt, welches da auch immer noch klebt. Die Höhe haben wir dann einfach abgemessen und entsprechend berücksichtigt. Genauso gibt es Ideen, die wir hatten, die leider nicht umsetzbar sind. Wir sind also immer noch auf der Suche nach einem Spülbecken und den entsprechenden Rohren oder Schläuchen.

Selbstverständlich darf in einem Campervan die Toilette nicht fehlen. Diese haben wir aus einigen Holzresten, etwas neuem Holz, einem Trenneinsatz der Firma Separett® und ein wenig Geduld, Spucke und Schrauben selbst gebaut. Wenn Du mehr zu unserer Toilette wissen möchtest, dann lies einfach hier weiter.

Nicht nur ein, auch Auf-& Anbauten

Da wir uns bewusst für eine Zwei-Raum-Wohnung entschieden haben, müssen wir natürlich auch dafür sorgen, dass unser zweites Zimmer artgerecht gehalten wird. Wir haben bereits aus Paraguay ein Dachzelt gekauft und dabei bei unserem Verkäufer für reichlich Verwirrungen gesorgt. Einen solchen Fall von Materialbeschaffung kennt er auch nur von der Bundeswehr. Etwas kaufen, während man im Ausland stationiert ist, für ein Fahrzeug, welches man noch gar nicht hat, geschweige denn, dass man weiß, was für eins es werden soll.

Zurück zum Thema. Das Dachzelt will auf dem Dach von Max befestigt werden. Nach vielem lesen, messen, lesen, prüfen, lesen und entscheiden, fiel der Entschluss, einen Dachträger in Eigenregie zu bauen. Mit Hilfe von 3 Meter langen Airline-Schienen, welche auf dem Dach festgeklebt werden, haben wir eine Möglichkeit geschaffen individuelle Halter mit dem Fahrzeug zu verbinden. Die Halter haben wir mit der freundlichen Unterstützung eines Mitglieds vom T4-Forum erhalten. Falls Du auch solche Halter benötigst, wird er Dir bestimmt auch helfen.

Auf diese Halter sind dann Bosch-Rexroth-Profilschienen montiert worden, die insgesamt einen 150cm breiten und 309cm langen Dachträger bilden. Mittels vier Schienen wurde der Träger mit Max verbunden, die übrigen drei Querträger tragen sich selbst über entsprechende Winkel an den Längsstangen. Nach der Montage vom Dachzelt mussten wir natürlich auch erst einmal prüfen, ob alles passt. Also sind zwei Personen ins Zelt geklettert und ich habe geschaut wie stark die Alu Profilschienen durchbiegen. Was soll ich sagen, es biegt sich so gut wie gar nichts durch. Dieser erste Belastungstest stimmt mich positiv, dass auch während der Fahrt alles gut gehen wird. Wirkliche Berechnungen zur Statik und Belastbarkeit des Gestells habe ich nicht angestellt.

Nachtrag im November 2018 nach 10000km: das Gestellt hält sehr gut, auch bei 120km/h auf der Autobahn mit seitlichen Winden.

Damit wir während der Aufenthalte, die wir geplant haben, auch mobil sind, haben wir uns noch einen Fahrradträger für die Heckklappe angeschafft. Dieser war in weniger als 30 Minuten zusammengeschraubt und an Max montiert. Da es sich dabei um einen Artikel eines namhaften Herstellers handelt, haben wir auch keine Angst, dass dort etwas komisches passieren könnte. Immer vorausgesetzt, dass die Fahrräder gemäß Anleitung gesichert sind.

Nun müssen wir aber auch schon los, es wartet eine wichtige private Einladung auf uns und dafür müssen wir bereits die ersten 1000km in die Schweiz fahren.

KW2018-33 – Ein neues Auto

Zurück nach Europa

Nachdem wir uns vor über zwei Wochen bei Euch verabschiedet haben, um eine kleine Auszeit zu nehmen, möchte ich euch nun erzählen, was uns dazu bewogen hat, was wir in dieser Zeit gemacht haben und wie es weiter gehen wird.
In der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August sind wir von Paraguay zurück nach Zürich geflogen. Selbstverständlich war es keine spontane Buchung, sondern ein seit vier Wochen geplantes Umplanen unserer Reise. Nachdem bei Sandra die bestehende Chlor Allergie so starke Ausmaße angenommen hat, dass ich von vielen auf der Straße angeschaut wurde, als würde ich meine Frau misshandeln, mussten wir etwas unternehmen. Nein, selbstverständlich wird Sandra nicht von mir misshandelt, außer sie möchte es gerne so haben. Aber rund um die Augen ist die Entzündung der Haut so stark zu sehen, dass die Sonnenbrille Ihr liebstes Accessoire war. Daher mussten wir handeln. Bereits in Encarnación haben wir also den Flug nach Europa gebucht und alles weitere organisiert. Unsere Freundin hat uns vom Flughafen abgeholt und wir durften einige Nächte bei ihnen schlafen.
Viel zum Schlafen sind wir jedoch nicht gekommen, denn wir durften so viel von unserer Reise erzählen, dass die Nächte eher kurz waren. Immerhin war der Jet-Lag nicht so stark zu spüren, wie wir es erwartet haben. Den Flug über haben wir nämlich durchgemacht. Natürlich war das echt nicht unser Ding, aber immer noch besser, als diese Zeitverschiebung mühsam in mehreren Tagen aus dem Körper zu bekommen. Unsere Freunde kamen wirklich kaum zu Wort und so sollte es jedem anderen auch ergehen, der von unseren ersten drei Monaten erfahren wollte.

Finden wir hier die Erholung?

Sandra’s Haut, unsere Dauererkältung und der Stresspegel haben uns dazu bewogen einen etwas anderen Weg einzuschlagen, als es die Mehrheit aus unserem Freundeskreis machen würde. Wir haben eine 7-tägige Pancha-Karma Kur in einem der besten Ayurveda Ressorts Europas gemacht. Für uns hieß das, dass wir uns um die Zubereitung unserer Speisen nicht kümmern mussten, dass wir täglich ein bis zwei unglaublich tolle und intensive Massagen erhielten und wir in ganz vielen Saunagängen ganz viel Entspannung finden durften. Diese tolle Ruhe und die Energie des Ressorts führte dazu, dass wir in den sieben Tagen durchaus auftanken konnten. Sandra’s Hautirritationen sind zwar nicht verschwunden, sie sind aber so weit abgeklungen, dass sie auch wieder ohne Sonnenbrille unter die Menschen gehen kann.
Bei mir führte die Kur dazu, dass ich jetzt ein unglaublich tolles, aber auch teures Stoffwechselproblem bekommen habe. Meine Hosen, sofern sie denn den Weg nach Europa gefunden haben, waren alle zu groß. Und auch bei Sandra beginnt der Körper langsam auf die Veränderung in der Ernährung und das bessere Stressniveau zu reagieren. Dieser Weg ist total schön und er darf genau so weiter gehen. Unsere Erkenntnisse über uns, unsere Körper und das, was in und um uns herum passiert, sind wirklich Gold wert.
Nun war diese eine Woche leider sehr schnell vorbei, aber uns ist jetzt schon klar, dass wir in genau diesem Ressort, spätestens im nächsten Jahr, erneut eine Pancha-Karma Kur machen werden. Einfach so, weil es uns so gut getan hat.

Die Suche nach …

Schon vor über einem Jahr haben wir auf Facebook darüber geschrieben, dass wir für Europa gerne einen eigenen fahrbaren Untersatz haben möchten. Nach verdammt vielen Experimenten und Gedankenspielen in den letzten Jahren konnten wir bereits in Paraguay eine Entscheidung für einen bestimmten Fahrzeugtyp fällen. Jetzt galt es nur noch unser Fahrzeug zu finden. Also haben wir mehr Zeit auf den einschlägigen Fahrzeugbörsen verbracht, als auf anderen Internetseiten. Und wir sind am Ende fündig geworden. Auch wenn es nicht der 100% Treffer ist, so ist es zumindest ein 90% Treffer, denn er bietet alles, was wir am Ende des Tages benötigen. Die fehlenden Extras wie zum Beispiel eine Klimaanlage oder eine Standheizung können entweder nachgerüstet werden, oder sind vom Stellenwert her so klein, dass sie durchaus auch fehlen dürfen.
Unser Neuer ist ein VW Transporter aus 1998, mit einem Allradantrieb ausgestattet und wurde bereits vom Vorbesitzer für eine bessere Geländegängigkeit moderat Höher gelegt. Der bestehende Innenausbau entspricht zwar nicht dem, den wir gerne hätten, aber das ist nun etwas, was man anpassen kann. Dies wird also eine unserer Aufgaben für die nächsten Wochen. Unsere Blogger-Kollegen Patrick und Tascha von pataschasworld.com haben Ihren Van in nur 30 Tagen ausgebaut und dies teilweise auf Video festgehalten. Ob wir es wohl schaffen schneller zu sein? Die Größe der Fahrzeuge ist durchaus vergleichbar. Ich würde sagen: Challenge accepted. Wie genau der Van von Pataschas aussieht, dass kannst Du hier nachlesen: Vom Lieferwagen zum Campervan
Aber nicht so schnell. Wir wussten bereits in Encarnación, dass wir einen VW T4 haben möchten und ich habe natürlich direkt angefangen nach entsprechenden Fahrzeugen zu suchen. Immer wieder habe ich Benachrichtigungen erhalten, dass ein neues Fahrzeug inseriert wurde und immer wieder sind auch Fahrzeuge verkauft gewesen, die ich mir eigentlich gerne angeschaut hätte. Nur waren wir halt mehrere tausend Kilometer entfernt und konnten uns keinen der Bulis anschauen. Sandra hat mich zwar immer wieder – zu Recht – ausgebremst, aber ich wollte trotzdem am liebsten schon von Paraguay aus einen T4 gekauft haben.
Während unserer Pancha-Karma Kur haben wir dann tatsächlich auch einen Digital-Detox gemacht und unsere Laptops, Tablets und Smartphones in der Tasche gelassen, so dass ich absolut den Überblick verloren habe über die noch verfügbaren Fahrzeuge. Aber es tat mir echt mal gut auch ein wenig Offline zu sein. Wieder zurück bei unseren Freunden in der Schweiz habe ich dann Mails geschrieben, telefoniert und versucht die Verkäufer zu erreichen. Und dann stand er als neues Fahrzeug da: Schwarz, Allrad, Differentialsperre, höher gelegt, Geländereifen, getönte Scheiben, Klimaanlage und Standheizung. Der Buli, den wir haben wollten, denn bis auf den Tempomaten war alles im Bus verbaut, was auf unserer Wunschliste stand. Schnell ein E-Mail geschrieben, genau so, wie der Verkäufer es gewünscht hat. Und dann – keine Reaktion. Ganze drei Tage lang. Während dieser Zeit haben wir uns dann dazu entschieden den weißen Transporter zu kaufen, den wir jetzt hier stehen haben. Mit der Bahn durch halb Deutschland gereist, festen Willens mit dem Bus wieder zurück zu fahren. Und so war es dann auch. Also kann das Abenteuer Auto jetzt beginnen. Wir werden berichten und versuchen alle Arbeiten auf Video festzuhalten. Damit dürfte auf Dir klar sein, was wir in der nächsten Woche machen werden, oder nicht?

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