Es sollte der Urlaub sein, an dem sich alles andere entscheidet; doch dazu später mehr. Aber fangen wir von ganz vorne an. Zum ersten Mal sind wir alleine in den Urlaub gefahren. Nach Südfrankreich – mit dem Klappfix – ohne die Autobahn zu nutzen. Das heißt, dass wir ganz gemütlich unterwegs waren. Am ersten Tag haben wir es vom Bodensee, wo wir wohnten, bis nach Saint-Genix-Sur-Guiers geschafft. Es waren ca. 440km für die wir ca. 8 Stunden benötigt haben. Wir hatten ja keinen Zeitdruck und konnten die gesamte Strecke mit nur einer Tankfüllung fahren.

Auf dem Campingplatz Camping Les Bords du Guiers haben wir die erste Nacht von unserem Urlaub verbracht. Ein recht kleiner Campingplatz, geführt von einem Niederländischen Ehepaar. Wir durften unseren Klappi aufstellen, wo wir wollten, denn wir waren fast die einzigen Gäste. Das coolste überhaupt war, dass wir direkt beim Einchecken unser Abendessen bestellen konnten. Da wir beide sehr hungrig waren, haben wir nur schnell unser Hauptzelt aufgestellt. Ohne es vom Auto abzukuppeln. Das sollte uns am nächsten Morgen noch ein großer Vorteil sein, denn es hat die ganze Nacht durch geregnet.

Am nächsten Morgen ging der Weg weiter ins dann noch 420 km entfernte Sérignan Plage, wo wir einen Stellplatz im Yelloh Village gemietet haben. 6 Tage wollten wir bleiben und entspannen. So haben wir typisch einheimische Restaurants besucht und versucht auf Französisch zu bestellen, was uns auch fast gelungen ist. Die Bedienungen haben es sehr geschätzt und uns auf die richtige Aussprache hingewiesen.

Neben der Entspannung sind wir viel am Strand spazieren gegangen. Manchmal auf dem Sand, öfter aber im Knie- bis Hüfttiefem Wasser, denn dieses war angenehm warm und hat uns mächtig gefordert beim Gehen. Das von uns gewählte Yelloh Village hat einen sehr großen Strand, der sehr sauber und nahezu frei von Steinen ist und das Wasser nur sehr flach abfällt.

Neben dem tollen Strand hatten wir auch noch ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm auf dem Campingplatz. So haben wir also nicht nur Bücher gelesen oder uns unterhalten, sondern auch typisch französische Unterhaltung genossen. Auch wenn wir nichts verstanden haben, so war der Unterhaltungsfaktor doch sehr hoch und mit einem Glas Rotwein aus der Region konnte Eike doch immer mehr von den französischen Liedtexten verstehen.

Tagesausflüge ins Landesinnere waren auch sehr unterhaltsam. Wir waren in Béziers, einer Stadt, die bereits vor über 2000 Jahren Urkundlich erwähnt wurde. Davon konnten wir aber nicht mehr sehr viel erkennen. Es ist eine recht Moderne Stadt geworden mit großen Einkaufszentren und einer wirren Verkehrsführung. So waren wir dann auch nur einmal dort, weil wir fast nicht mehr heraus gefunden haben. Warum das? Wir haben unser Auto auf einem Parkplatz in der Nähe eines Einkaufszentrums abgestellt und sind zu Fuß los gezogen um uns die Stadtmitte anzuschauen. Einmal Links, dann Rechts und wieder Rechts, nochmal Links und wir sind wieder auf der gleichen Straße. Wenn wir jetzt einfach umdrehen und die Straße zurück gehen kommen wir wieder zum Parkplatz zurück. Und wo war jetzt unser Auto abgestellt? Ach nein, das ist ein anderer Parkplatz, der sehr ähnlich aussieht. Wir haben es dann doch noch gefunden und waren am Ende froh als wir wieder am Klappi waren.

Marseillan, eine kleine Stadt nur wenige Kilometer entfernt, war dann doch ganz anders. Es ist wohl auch schon viele hundert Jahre alt. Zumindest sehen die Gebäude schwer danach aus. Hier konnten wir einige alte Kirchen entdecken die mit einer tollen Architektur aufgewartet haben. An ein Verlaufen war nicht zu denken und das, obwohl es nur unwesentlich kleiner als Béziers ist. Leider sind hier keine Fotos mehr vorhanden, aber die Erinnerungen bleiben für immer. Mit jedem Tag den wir mehr in die Ruhe gekommen sind, haben wir uns auch mehr mit unserer weiteren Zukunft beschäftigt. Die zweite Woche des Urlaubes, in der auch Eingangs erwähnte, alles verändernde Entscheidung getroffen wurde, haben wir dann hier verbracht.

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