Nachdem wir in Paraguay schon so ein krasses Weihnachtsfest erlebt haben, waren wir wirklich gespannt auf den Jahreswechsel. Wir wollten den Jahreswechsel in Peru verbringen und dort hat uns unser Host von der Unterkunft zu einem Abendessen eingeladen, welches typisch für Peru ist. Zu unserer Überraschung waren am Abend noch weitere Freunde von unserem Host anwesend, mit denen wir uns wirklich anregend unterhalten haben. Nach dem Nachtessen sind dann alle weiter gezogen und haben uns im Appartement alleine zurück gelassen. Wir wollten den Silvesterabend genau so handhaben, wie wir es die vergangenen Jahre in Europa auch immer gemacht haben → früh schlafen gehen und das Feuerwerk nicht mitbekommen. Daraus wurde leider in diesem Jahr nichts. Denn die Peruaner haben die gleichen Ideen wie die Europäer auch. Gefeiert wird ab 18 Uhr bis spät in die Nacht. Aufgrund der Lage des Appartements konnten wir aber von den ganzen Raketen so gut wie gar nichts sehen. Nur gehört haben wir so viel, dass halt auch an Schlafen nicht zu denken war.

Ceviche!

Ja, ich habe eine neue Lieblingsspeise für mich entdeckt. Das können wir beide von uns behaupten. Also sind wir, bevor wir das Viertel verlassen haben, noch einmal am Nachmittag zu einem wirklich versteckt gelegenen Ceviche-Restaurant gegangen. Diese Cevicheria ist ein absoluter Geheim-Tipp. Denn es verlaufen sich nur extrem wenige Touristen dorthin. Gemäß dem Inhaber sind wir die dritten Gäste aus dem Ausland gewesen, die überhaupt mal sein Restaurant besucht haben. Die anderen Gäste kamen aus Frankreich und der Schweiz. Falls Ihr also mal einen super-duper-mega-leckeren Fisch essen möchtet, hier geht es lang: Cevicheria-El-Loco-Señor-Ceviche

Der Bettenwechsel war dann dieses mal sehr einfach. Alles in die Rucksäcke, ein Uber bestellen und zur neuen Unterkunft fahren lassen. Ganz ehrlich, Uber ist unser neues Lieblingstaxi geworden. So einfach und sicher sind wir hier in Südamerika bisher noch nicht gefahren worden. Vor allem benötigen wir keinerlei Bargeld, um von einem Ort zum nächsten zu kommen. Alles, aber wirklich alles, wird von der Kreditkarte abgebucht. Sogar das Trinkgeld oder eventuelle Wartezeiten, weil wir etwas nicht genau wussten.

Hast Du schon einen Uber-Account? Hier kannst Du ein kleines Startguthaben bekommen.

Die Höhe des Startguthabens variiert dabei von Land zu Land, in welchem Du den Account erstellst. Ich kann Dir also leider nicht sagen, wieviel ich Dir schenke.

Die Altstadt von Lima

Unbedingt empfehlenswert ist die Altstadt von Lima. Leider haben wir es total verpasst, uns den kompletten Wachwechsel anzuschauen. Sandra meinte irgendwann zu mir: „Woher kommt denn die Musik?“ und daraufhin haben wir angefangen zu suchen und haben diese dann auch noch gefunden. Aber die komplette Zeremonie von Anfang an zu schauen, dass haben wir noch auf dem Programm. Immerhin dauert sie ca. 15 Minuten und findet wohl täglich statt. Daher werden wir jetzt auch nicht wirklich viel Spoilern, sondern darauf hoffen, dass wir es nochmal schaffen, uns alles anzusehen und dabei dann auch volle Kamera-Akkus dabei zu haben.

Gott sei Dank gibt es in Lima auch eine recht ansehnliche Anzahl an Kirchen, unsere heimliche Passion. Die Architektur, die Energie und die Inneneinrichtung dieser Gebäude sind für uns manchmal wirklich atemberaubend. Da wir beide nicht religiös veranlagt sind, gehen wir also auch selbstverständlich in jegliches „Gotteshaus“ hinein, ohne uns den notwendigen religiösen Ritualen zu unterwerfen. Selbstverständlich sind wir dabei dann so achtsam, dass wir keinen Besucher dabei stören. Was wir uns dabei nicht nehmen lassen sind Fotos. Diese werden in der Regel so geschossen, dass keine andere Person zu sehen ist und vor allem so, dass die Kameras dabei kein einziges Geräusch von sich geben. An dieser Stelle ist es dann echt toll, dass wir keine Spiegel-Reflex-Kameras haben, sondern „einfache“ System-Kameras, bei denen sogar mittels elektronischem Verschlussvorhang gearbeitet werden kann.

Der Inca- und der Indianer-Markt

Da wir hier im Land der Inca unterwegs sind, durfte natürlich auch der Besuch der weit verbreiteten Märkte nicht fehlen. Hier gibt es Dauermärkte und kleinere Märkte, die eher an einen Wochenmarkt auf dem Land erinnern. Wir haben uns einen bzw. eigentlich sogar zwei, der Dauermärkte ausgesucht und haben dort eine Weile gestöbert. Und ganz genau so, wie es auch in Paraguay auf den Märkten üblich ist, wurden wir hier vor jedem Geschäft angesprochen und uns wurden die Waren angepriesen. Selbstverständlich hatte jeder die besten Schmuckstücke oder die besten Alpaka-Stoffe im Angebot. Und ebenso ist auch jeder der günstigste auf dem Markt. Wie genau das funktionieren soll ist mir allerdings ein Rätsel. Hast Du vielleicht eine Idee?

Tatsache ist, auf diesen Märkten können wir wirklich Stunden, wenn nicht gar Tage verbringen. Die Kleidung ist wirklich von ganz hoher Qualität und sie würde uns in Europa, wenn wir im Februar zurück fliegen, absolut helfen. Aber hier in Peru einfach nicht, denn zum Beispiel in Lima ist es fast das ganze Jahr über zwischen 20 und 30 Grad warm. Regen gibt es so gut wie gar keinen. Natürlich ist das in den Anden oder im Amazonas ganz anders, aber wir sind ja hier in Lima. Erschwerend kommt hinzu, dass wir minimalistisch mit Handgepäck unterwegs sind, also für jedes Kleidungsstück, was wir einpacken, müssten wir auch eines wieder auspacken. Und das wird dann wirklich kompliziert. Für einen dicken Alpaka-Pullover müsste ich dann 3-4 T-Shirts auspacken. Bei einem Gesamtbestand von 10 T-Shirts wäre das echt zu viel.

Dakar 2019

Für uns als PS-Junkies ist es eigentlich seltsam, dass wir bisher so gar nichts davon gehört haben, dass die größte Rallye der Welt in diesem Jahr in Peru fährt. Wir waren gerade in Miraflores unterwegs und wollten zur Touristeninformation – das erste mal überhaupt auf unserer Reise – um nach Informationen über unsere nächste Etappe zu fragen. Just in diesem Moment fuhren drei Rallye Fahrzeuge der Marke Mini an uns vorbei. Wir haben schon nicht schlecht gestaunt. Von diesem Fahrzeugstand ist unser Max noch Äonen entfernt. Ich vermute, dass alleine der Anlasser eines solchen Fahrzeuges mehr Leistung aufbringt, als der Motor von Max. 

So schnell wie die drei kamen, waren sie auch schon wieder weg. Und wir hatten selbstverständlich keine Kamera bereit, nicht mal die der Telefone. Das war sowas von ärgerlich. Also sind wir zum eigentlichen Ziel unseres Ausfluges gegangen und haben an der Touristeninformation gefragt, was wir fragen wollten. Die spannendste Antwort war dann die, dass in diese Stadt normalerweise keine Touristen fahren. Es sei einfach zu gefährlich dort zu verbleiben, wenn man kein Einheimischer ist. Nun, dann sind wir ja genau richtig dort. Und da wir uns bisher mit der Dakar nicht beschäftigt haben, haben wir dann den Mitarbeiter damit beschäftigt. Er hat uns so viele Informationen über die Dakar herausgesucht, dass wir eigentlich einen Block zum Notizen machen hätten vollschreiben können.

Es war viel zu voll

Eigentlich wollten wir uns das ja alles ganz genau anschauen. Dafür hätten wir uns dann allerdings für mehrere Stunden anstellen müssen. Es waren so viele Besucher dort, dass bereits Mitarbeiter herum gegangen sind um zu sagen, dass es keinen Einlass mehr geben wird. Also haben wir nur, wie Du oben sehen kannst, ein paar Bilder von außerhalb des Zaunes gemacht. Wir planen jetzt einfach mal für den Final-Einlauf am 17. Januar, dass wir uns in Lima genau dorthin stellen, wo das Finale stattfinden wird. Ob das wirklich klappt, wissen wir natürlich nicht. Wir hoffen es einfach mal.

Am nächsten Tag hat Sandra es dann noch einmal versucht ein paar Bilder von den Starts zu machen, aber irgendwie sind die Fahrzeuge dann doch eine andere Strecke gefahren, als ursprünglich angegeben. Oder sie war einfach zur falschen Zeit am richtigen Ort. Manchmal soll es halt nicht so sein, wie es ist.

In der nächsten Woche fahren wir dann also in oben stehendes Dorf, wo sich kaum ein Tourist hin traut. Wir trauen uns trotzdem, denn wir wollen ja überall reisen. Sei also gespannt, was wir in der zweiten Woche des Jahres alles erleben.

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