Gestern sind wir also mit dem Flugzeug in Foz do Iguaço angekommen. Heute haben wir nach einer kurzen Nacht in einem AirBnB den Weg über den Zoll zu Fuß angetreten. Mit einem Uber sind wir von der Unterkunft bis zum Zoll gefahren und dann ging es zur Brasilianischen Migraciones, wo wir uns den Ausreisestempel geholt haben. Die Mitarbeiterin hatte wohl eigentlich ihren freien Tag, denn sie war an Motivation kaum zu überbieten. Ja, ich weiß, ich soll nicht immer so sarkastisch schreiben. Wir haben jedenfalls keinen freundlichen Kommentar von ihr erhalten, nicht einmal ein Guten Morgen konnte sie erwidern. Aber so ist das manchmal. Wir haben auch nicht jeden Tag Sonnenschein im Kopf. Nachdem wir den Ausreisestempel hatten, konnten wir über die Puente de la Amistad ganz gemütlich durch die Sonne spazieren. Mit dem Auto gefahren geht das ja immer recht zügig, aber zu Fuß zieht sie sich schon ziemlich. Endlich in Ciudad del Este angekommen sind wir direkt zur Migraciones von Paraguay gegangen. In der Erwartung, dass wir erneut Fotos von uns machen lassen müssen haben wir uns dann an erster und zweiter Stelle in die Warteschlange eingereiht. Sanny ist direkt an den Schalter gebeten worden und ich habe freundlich weiter gewartet. Ein zweiter Mitarbeiter hat mich dann warten sehen und mich zu sich gerufen. Den Reisepass auf den Scanner gelegt, eine freie Seite gesucht und Zack, waren Stempel, Unterschrift und Datumsstempel im Pass vermerkt.

Die Suche nach dem Geld

Bevor wir jetzt also mit dem Bus in Richtung Asunción fahren konnten, mussten wir ja erst mal zum Bus kommen. Das geht hier am besten mit dem Taxi oder zu Fuß. Da es ein Sonntag war, sind weniger Taxen gefahren als an anderen Tagen. Und da es ein Sonntag war, haben die Banken natürlich geschlossen. Wir sind also erst mal eine halbe Stunde gegangen, bis wir einen Geldautomaten gefunden haben, der uns dann auch Guarani geben wollte. Alle Automaten vor diesem wollten uns nur US-Dollar geben. Ein paar Millionen Guarani abgehoben und auf direktem Weg zum Taxistand, haben wir auch sofort einen Fahrer erwischt, der uns gerne zum zentralen Omnibusbahnhof fahren wollte.

Hier haben wir dann das übliche Kaufen durchgeführt. Denn mit unseren inzwischen wieder verlernten paar Brocken Spanisch war das alles andere als einfach. Hat aber dann doch geklappt und wir hatten unsere Bus-Tickets für den nächsten Bus in der Hand. Noch etwa 40 Minuten im klimatisierten Wartesaal und dann geht es los. Paraguay, wir sind wieder da. Und wir hätten niemals gedacht, dass es sich so toll anfühlen würde wieder hier her zu kommen.

6 Stunden Busfahrt

Die Abfahrt rückte näher und wir durften schon einsteigen. Dieses mal leider nicht ganz vorn, aber das macht überhaupt nichts. Diese Fernreisebusse haben Sitze, wie wir sie in unserer Wohnung nicht als Sessel hatten. Angenehm breit, fast zu einer Liege umbaubar und mit so viel Beinfreiheit, dass ich lieber Bus fahre als mit dem Flugzeug diese Strecke zu machen. Sind halt auch 6 Stunden für etwas über 300km. Dazu gab es wie gewohnt einen Film, den wir dann mehr als drei mal schauen durften. Etwas mehr Abwechslung bot da der Blick aus dem Fenster. Diese vertraute Landschaft mit der roten Erde, die Häuser, die nicht immer fertig gebaut waren und dazu die freundlichen Menschen, die uns aus der Ferne angelacht haben.

In Asunción angekommen sind wir mit dem Bus ins Micro-Centro gefahren, um Freunde zu besuchen. In den vergangenen vier Monaten haben sie hier ein Café eingerichtet und eröffnet. Zudem hatte einer von Ihnen zwei Tage zuvor Geburtstag, so dass es auf jeden Fall einen Grund gab dorthin zu gehen.

Das Hostel

Bevor es draußen nun dunkel wurde, sollten wir lieber noch zu unserer hiesigen Unterkunft gehen. Und auf dem Weg dorthin haben wir so einige Überraschungen erlebt. Es stehen unglaublich viele, für uns neue, Favelas in den Straßen. Auf einem Parkgelände haben sich dazu noch indigene Stämme versammelt und ein riesen Lager aufgeschlagen. So haben wir Dich nicht zurück gelassen, liebes Asunción. Die zwei Kilometer vom Café zum Hostel haben uns also Kraft und Nerven gekostet. Und als wir dann endlich drinnen waren, überkam uns der Gedanke: Männer-WG. Victor hat uns dann unser Zimmer gezeigt, uns bei unserem WiFi Zugang geholfen und uns den übrigen Mitbewohnern kurz vorgestellt. Und schon wurde uns ein Bier angeboten.

Da wir lieber etwas Schlaf finden wollten, sind wir noch kurz etwas Wasser einkaufen gegangen und haben uns dann ins Bett gelegt. Das Bett war neu, aber mit nur 120cm Breite doch fast etwas schmal für uns. Nun, wir kommen sicherlich zurecht damit. Was für uns aber deutlich anstrengender war, die Temperaturen. Hier sind aktuell zwischen 35 und 40 °C am Tag und in etwa 10°C weniger in der Nacht. Das ist für uns Europäer schon anstrengend, da wir nicht daran gewöhnt sind.

Wir haben also nicht so richtig viel gemacht während der letzten Woche. Ein paar Freunde getroffen, gut Essen gegangen und die Ruhe genossen.

San Jeronimo

Einen neuen Stadtteil von Asunción haben wir kennen gelernt. Also eigentlich ist er nicht neu, sondern eher alt. Es ist wohl die eigentliche Altstadt, dementsprechend gibt es schmale Gassen und tolle Häuser und natürlich auch wieder viele Graffiti. Der Weg dorthin führt an einer Kaserne vorbei, was möglicherweise auch der Grund dafür ist, dass es hier in diesem Viertel wirklich extrem ruhig ist. Wir haben keine bettelnden Kinder gesehen, dafür haben sie auf der Straße gespielt. Autos fuhren so gut wie gar keine und wenn, dann waren sie sehr langsam unterwegs. Hier und dort gibt es kleine Restaurants oder Bars. Eine davon haben wir uns ausgesucht, um noch ein Bier zu trinken und den Abend mit unseren Freunden zu geniessen.

 

Bald ist Weihnachten

Die Weihnachtstage stehen an und wir haben für Heilig Abend eine Verabredung zum Pizza essen. Denn auch unsere Freunde mit dem Café sind weit weg von ihrer Familie und so stand schnell der Plan, dass wir den Abend zusammen verbringen. Am 2. Weihnachtstag erfüllen wir uns einen Wunsch, denn für uns geht es als nächstes weiter in den Westen, wir erkunden ein weiteres Land hier in Lateinamerika. Und Euch wünschen wir ein frohes und friedliches Weihnachtsfest.

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