Ihr wart wo?

Schon in 2017 haben wir von einem kleinen Campervan Treffen in Südtirol gehört, wo sehr viele Blogger und Vlogger gemeinsam Ihr Unwesen treiben. Dem Camper Van Summit Meeting. Es findet immer am ersten Wochenende im Oktober statt und ist damit eher eines der letzten Treffen im Jahr. In diesem Jahr war es vom 03. Oktober bis zum 07. Oktober. Und wir waren mit dabei.

Bereits von Paraguay aus haben wir uns Überlegt, dass wir dort gerne hin möchten. Für uns war ziemlich sicher, dass wir bis dahin noch keinen eigenen Van haben werden, also haben wir uns etliche Optionen überlegt, wie wir das nun anstellen können, um auch dabei sein zu können. Auf der Homepage der Veranstaltung haben wir dann einen ausstellenden Vermieter gefunden, bei dem wir uns dann einen Kastenwagen für diesen Zeitraum gemietet haben.

Du fragst Dich warum? Naja, die Absetzkabine haben wir ja bereits ausführlich getestet und durften dabei feststellen, dass diese so gar nichts für uns ist.

Mit dem PickUp unterwegs

 

 

 

Weinsberg CaraBus 601DQ

Zugegeben, Tests von irgendwelchen Wohnmobilen gibt es im Internet nun wirklich zu Genüge. Warum müssen wir nun also unseren Senf auch noch mit dazu geben? Ganz einfach, weil wir es gut finden, wenn es möglichst viele verschiedene Meinungen zu den Dingen gibt. 

Wir haben uns also bei der Firma Camper-Miete einen Kastenwagen gemietet und direkt noch die Eintrittskarten zum CVSM mit bestellt, da wir einen guten Preis für diese bekommen konnten. Wie gesagt, wir waren noch in Paraguay und hatten auch hier die Herausforderung, dass wir etwas anmieten, ohne die Möglichkeit zu haben, physische Unterschriften leisten zu können. Ähnlich wie es ja auch bei unserem Dachzelt gewesen ist.

Die gesamte Kommunikation erfolgte via E-Mail und war insgesamt sehr angenehm. Unsere Ansprechpartnerin konnte jederzeit sehr kompetente Antworten geben und hat uns immer gut beraten. An dieser Stelle noch mal ein großes Dankeschön für alles, insbesondere für das entgegengebrachte Vertrauen, dass wir, obwohl zur Anmietung nicht im Lande, dann den Kastenwagen auch abnehmen. 

Ursprünglich gemietet hatten wir einen Kastenwagen für zwei Personen ohne Fahrradträger. Erhalten haben wir einen Kastenwagen für vier Personen mit Fahrradträger. Wir waren auch die letzten Mieter der Saison für diesen Wagen, wenn nicht sogar für die komplette Flotte. Das wissen wir nicht so genau. Wie auch immer, der Kastenwagen war, wie fast alle Kastenwägen, aufgebaut auf einem FIAT Ducato und damit außen einiges größer als unser Max. Damit sollten wir aber keine Probleme haben.

Unser Fahrzeug hatte also Platz für vier Personen, das heisst, dass er neben einem Heckbett noch ein vorderes Hubbett über der Halbdinette hatte. Hinten haben wir übrigens quer geschlafen, was zumindest für mich mit einigen Kopfschmerzen verbunden war. Auch wenn ich nur 1.86m lang bin, so ist doch die Bettlänge schon etwas knapp bemessen. Aber auf dem Hubbett hätten wir doch deutlich weniger Platz gehabt. Immerhin konnten wir bequem im Bett sitzen und uns darin herum lümmeln, genau so, wie wir es gerne machen und wie es in der Absetzkabine nicht möglich gewesen ist.

Alles drin und trotzdem…

Wir hatten eine Komplett-Ausstattung, das heisst, dass wieder einmal sogar die Kaffee-Maschine mit dabei war. Bettwäsche und Camping-Stühle haben wir aber vorgängig beim Vermieter gelassen und unsere eigenen Stühle bzw. Bettwäsche mitgenommen. Ausgestattet mit den üblichen Merkmalen wie 2-Flammen-Kocher, Dusche, Chemie-Klo (was wir davon halten weißt Du ja schon) und vor allem einer Gas-Heizung hatten wir alles, was wir brauchten – und auch nicht brauchten. Ja, gekocht haben wir jeden Tag, geduscht auch und auch auf Toilette waren wir regelmäßig. Jedoch haben wir dafür Dusche und Toilette von der Campingplatz Infrastruktur verwendet, denn das CVSM war auf einem Campingplatz.

Da wir aus den vorherigen Nächten im Dachzelt schon wussten, dass es einigermaßen kühl werden würde, habe ich dann in der ersten Nacht im CaraBus auch die Heizung eingeschaltet. Und zwar auf ca. 22°C. Mitten in der Nacht bin ich dann davon aufgewacht, dass Sanny die Schiebetür geöffnet hat. Ihr war heiß und das waren keine Hitzewallungen, sondern die Heizung, die genau unter ihrem Kopf am werkeln war. Ich habe nämlich fast gefroren mit der nicht ganz dicht schliessenden Hecktür. Dies scheinen aber alle Kastenwagen zu haben, schliesslich gibt es als Zubehör so manches mal eine Thermodecke für die Hecktüren zu kaufen.

Also haben wir dann die Heizung in den folgenden Nächten nicht mehr so heiß eingestellt und auch die Köpfe von der Heizung weg gelegt, so dass wir dann wenigstens noch warme Füße hatten. Das mit der Heizung ist also noch optimierbar. Mal schauen, was die Zukunft der Ausbauer da so mit sich bringt.

Der nächste Kritikpunkt lässt aber nicht lange auf sich warten. Wir hatten nämlich die Hoffnung, dass wir durch das größere Fahrzeug auch mehr Platz im Innenraum haben. Aber dem ist nicht wirklich so. Max ist klein, das war uns bewusst und es war so gewollt. Aber der CaraBus ist groß, zumindest von außen. Und innen? Tja, da haben wir uns so manche blaue Flecke geholt, da zum Beispiel zwischen der Küchenzeile und der Badezimmertür wirklich nur sehr wenig Platz war. Dann gibt es eine über einen Meter breite Schiebetür, von der mal gerade die Hälfte verwendet werden kann, weil die andere Hälfte von der Küchenzeile in Beschlag genommen wurde.

Also kommen wir insgesamt auch bei einem aktuellen Kastenwagen zu dem Fazit, dass dies nicht unser Fahrzeug sein wird. Sollten wir also irgendwann mal von Max Abschied nehmen müssen, dann müssen wir wirklich suchen, oder aber wieder komplett selbst ausbauen.

CVSM 2018

Wir sind also am 03. Oktober auf dem Campingplatz Leutasch in Tirol/Österreich angekommen und haben uns einen Platz für den Campervan gesucht. Und dann auch direkt den ersten Fehler gemacht. Wir hätten uns nämlich erst an der Rezeption anmelden sollen und nicht direkt rauffahren. Aber egal. Der Kasten stand und wir sind dann zur Anmeldung gegangen, wo große Listen mit allen Teilnehmern vorhanden waren. Nur wir standen nicht drauf, trotz gültigem Ticket. Sogleich wurde Peter, der Veranstalter, gerufen und es wurde um Klärung gebeten. Peter haben wir schon auf dem Caravan Salon Düsseldorf gesehen und er konnte sich auch an uns erinnern. Das macht so manche Sachen dann sehr viel einfacher. Da wir ja ein gültiges Ticket hatten, durften wir auch bleiben.

Das CVSM ist eine Art Ausstellermesse mit Familiencharakter. Neben ein paar Ausstellern waren nämlich noch eine ganze Menge bekannter Blogger und Vlogger vor Ort. Neben Patascha’s World, comewithus2, Rebecca on the Roof und Thilo Vogel, die wir alle schon persönlich kannten, durften wir dann auch noch weitere Blogger wie z.B. Road an BoardLife of Balu, Schalldose on Tour, camperontour und viele weitere persönlich kennenlernen. Diese Möglichkeit hatten nicht nur wir, sondern jeder der dort war. Es gehörte nämlich zum Programm.

Apropos Programm, das gab es natürlich auch. Einige Blogger und Vlogger haben von ihren Reisen berichtet und schöne Diavorträge gehalten, andere haben Kochkurse mit dem Omnia gemacht. Es wurden Wandertouren, Kletterkurse und Mountain-Bike Touren angeboten. Und am Abend gab es verschiedene Lagerfeuer und ein ziemlich gutes Catering, welches vom Campingplatz-Betreiber organisiert wurde. Das absolute Highlight beim Catering war wahrscheinlich der Grill Wettbewerb, bei dem jeder Fleisch, Salat, Knoblauchbrot und Gemüse bekommen konnte und diese Dinge dann auf verschiedenen bereitgestellten Grills garen durfte. Die drei besten Grillstücke (Fleisch oder Vegetarisch) wurden prämiert und haben tolle Gewinne erhalten.

Ebenfalls wurde eine große Tombola veranstaltet zu der die Aussteller grandiose Preise bereitgestellt haben. Der Erlös der Tombola wurde zugunsten eines Gemeinnützigen Vereins gespendet, was wir als große Geste natürlich sehr gerne unterstützt haben. Einen Sachgewinn gab es für uns nur in Form eines Trostpreises, viel wichtiger war uns aber, dass wir etwas Geben durften, was auch da ankommt, wo es gebraucht wird, bei Menschen, die nicht mehr so viele Wünsche haben.

Kurz gesagt

Wieder einmal eine Woche voller Erlebnisse, neuer Kontakte und spannender Gespräche. Nebenbei durchaus leckeres Essen und die Erfahrung, dass ein gemieteter Kastenwagen nicht unser permanentes Heim werden wird. Das CVSM ist für uns aber schon fast zu spät im Jahr, insbesondere deshalb, weil es in den Bergen im Oktober schon sehr durchwachsen sein kann. Die nächste Woche ist wieder einmal ohne Bericht, da wir auf einer Fortbildung sind.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Anmeldung zum Newsletter

Anmeldung zum Newsletter

Sollen wir Dich immer auf dem Laufenden halten?

Ja, das ist ganz einfach, trage unten Deinen Namen und Deine E-Mail-Adresse ein und drücke auf "Anmelden".

Du meldest Dich damit an unserem Newsletter an. Selbstverständlich kannst Du Dich auch jederzeit wieder abmelden.

Datenverarbeitung erlaubt?

Die Anmeldung war erfolgreich.