Zurück nach Europa

Nachdem wir uns vor über zwei Wochen bei Euch verabschiedet haben, um eine kleine Auszeit zu nehmen, möchte ich euch nun erzählen, was uns dazu bewogen hat, was wir in dieser Zeit gemacht haben und wie es weiter gehen wird.
In der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August sind wir von Paraguay zurück nach Zürich geflogen. Selbstverständlich war es keine spontane Buchung, sondern ein seit vier Wochen geplantes Umplanen unserer Reise. Nachdem bei Sandra die bestehende Chlor Allergie so starke Ausmaße angenommen hat, dass ich von vielen auf der Straße angeschaut wurde, als würde ich meine Frau misshandeln, mussten wir etwas unternehmen. Nein, selbstverständlich wird Sandra nicht von mir misshandelt, außer sie möchte es gerne so haben. Aber rund um die Augen ist die Entzündung der Haut so stark zu sehen, dass die Sonnenbrille Ihr liebstes Accessoire war. Daher mussten wir handeln. Bereits in Encarnación haben wir also den Flug nach Europa gebucht und alles weitere organisiert. Unsere Freundin hat uns vom Flughafen abgeholt und wir durften einige Nächte bei ihnen schlafen.
Viel zum Schlafen sind wir jedoch nicht gekommen, denn wir durften so viel von unserer Reise erzählen, dass die Nächte eher kurz waren. Immerhin war der Jet-Lag nicht so stark zu spüren, wie wir es erwartet haben. Den Flug über haben wir nämlich durchgemacht. Natürlich war das echt nicht unser Ding, aber immer noch besser, als diese Zeitverschiebung mühsam in mehreren Tagen aus dem Körper zu bekommen. Unsere Freunde kamen wirklich kaum zu Wort und so sollte es jedem anderen auch ergehen, der von unseren ersten drei Monaten erfahren wollte.

Finden wir hier die Erholung?

Sandra’s Haut, unsere Dauererkältung und der Stresspegel haben uns dazu bewogen einen etwas anderen Weg einzuschlagen, als es die Mehrheit aus unserem Freundeskreis machen würde. Wir haben eine 7-tägige Pancha-Karma Kur in einem der besten Ayurveda Ressorts Europas gemacht. Für uns hieß das, dass wir uns um die Zubereitung unserer Speisen nicht kümmern mussten, dass wir täglich ein bis zwei unglaublich tolle und intensive Massagen erhielten und wir in ganz vielen Saunagängen ganz viel Entspannung finden durften. Diese tolle Ruhe und die Energie des Ressorts führte dazu, dass wir in den sieben Tagen durchaus auftanken konnten. Sandra’s Hautirritationen sind zwar nicht verschwunden, sie sind aber so weit abgeklungen, dass sie auch wieder ohne Sonnenbrille unter die Menschen gehen kann.
Bei mir führte die Kur dazu, dass ich jetzt ein unglaublich tolles, aber auch teures Stoffwechselproblem bekommen habe. Meine Hosen, sofern sie denn den Weg nach Europa gefunden haben, waren alle zu groß. Und auch bei Sandra beginnt der Körper langsam auf die Veränderung in der Ernährung und das bessere Stressniveau zu reagieren. Dieser Weg ist total schön und er darf genau so weiter gehen. Unsere Erkenntnisse über uns, unsere Körper und das, was in und um uns herum passiert, sind wirklich Gold wert.
Nun war diese eine Woche leider sehr schnell vorbei, aber uns ist jetzt schon klar, dass wir in genau diesem Ressort, spätestens im nächsten Jahr, erneut eine Pancha-Karma Kur machen werden. Einfach so, weil es uns so gut getan hat.

Die Suche nach …

Schon vor über einem Jahr haben wir auf Facebook darüber geschrieben, dass wir für Europa gerne einen eigenen fahrbaren Untersatz haben möchten. Nach verdammt vielen Experimenten und Gedankenspielen in den letzten Jahren konnten wir bereits in Paraguay eine Entscheidung für einen bestimmten Fahrzeugtyp fällen. Jetzt galt es nur noch unser Fahrzeug zu finden. Also haben wir mehr Zeit auf den einschlägigen Fahrzeugbörsen verbracht, als auf anderen Internetseiten. Und wir sind am Ende fündig geworden. Auch wenn es nicht der 100% Treffer ist, so ist es zumindest ein 90% Treffer, denn er bietet alles, was wir am Ende des Tages benötigen. Die fehlenden Extras wie zum Beispiel eine Klimaanlage oder eine Standheizung können entweder nachgerüstet werden, oder sind vom Stellenwert her so klein, dass sie durchaus auch fehlen dürfen.
Unser Neuer ist ein VW Transporter aus 1998, mit einem Allradantrieb ausgestattet und wurde bereits vom Vorbesitzer für eine bessere Geländegängigkeit moderat Höher gelegt. Der bestehende Innenausbau entspricht zwar nicht dem, den wir gerne hätten, aber das ist nun etwas, was man anpassen kann. Dies wird also eine unserer Aufgaben für die nächsten Wochen. Unsere Blogger-Kollegen Patrick und Tascha von pataschasworld.com haben Ihren Van in nur 30 Tagen ausgebaut und dies teilweise auf Video festgehalten. Ob wir es wohl schaffen schneller zu sein? Die Größe der Fahrzeuge ist durchaus vergleichbar. Ich würde sagen: Challenge accepted. Wie genau der Van von Pataschas aussieht, dass kannst Du hier nachlesen: Vom Lieferwagen zum Campervan
Aber nicht so schnell. Wir wussten bereits in Encarnación, dass wir einen VW T4 haben möchten und ich habe natürlich direkt angefangen nach entsprechenden Fahrzeugen zu suchen. Immer wieder habe ich Benachrichtigungen erhalten, dass ein neues Fahrzeug inseriert wurde und immer wieder sind auch Fahrzeuge verkauft gewesen, die ich mir eigentlich gerne angeschaut hätte. Nur waren wir halt mehrere tausend Kilometer entfernt und konnten uns keinen der Bulis anschauen. Sandra hat mich zwar immer wieder – zu Recht – ausgebremst, aber ich wollte trotzdem am liebsten schon von Paraguay aus einen T4 gekauft haben.
Während unserer Pancha-Karma Kur haben wir dann tatsächlich auch einen Digital-Detox gemacht und unsere Laptops, Tablets und Smartphones in der Tasche gelassen, so dass ich absolut den Überblick verloren habe über die noch verfügbaren Fahrzeuge. Aber es tat mir echt mal gut auch ein wenig Offline zu sein. Wieder zurück bei unseren Freunden in der Schweiz habe ich dann Mails geschrieben, telefoniert und versucht die Verkäufer zu erreichen. Und dann stand er als neues Fahrzeug da: Schwarz, Allrad, Differentialsperre, höher gelegt, Geländereifen, getönte Scheiben, Klimaanlage und Standheizung. Der Buli, den wir haben wollten, denn bis auf den Tempomaten war alles im Bus verbaut, was auf unserer Wunschliste stand. Schnell ein E-Mail geschrieben, genau so, wie der Verkäufer es gewünscht hat. Und dann – keine Reaktion. Ganze drei Tage lang. Während dieser Zeit haben wir uns dann dazu entschieden den weißen Transporter zu kaufen, den wir jetzt hier stehen haben. Mit der Bahn durch halb Deutschland gereist, festen Willens mit dem Bus wieder zurück zu fahren. Und so war es dann auch. Also kann das Abenteuer Auto jetzt beginnen. Wir werden berichten und versuchen alle Arbeiten auf Video festzuhalten. Damit dürfte auf Dir klar sein, was wir in der nächsten Woche machen werden, oder nicht?

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