Wochenende

Kennst Du das? Es ist Wochenende, Du hast nichts geplant und genau so passiert es dann auch? Zack, auf einmal ist es bereits Dienstag und Du weißt nur noch, dass Du zwischendurch zum Einkaufen gewesen bist. Die übrigen Tage dazwischen hast Du damit verbracht das Wetter zu geniessen und ein wenig zu arbeiten. So sieht also der Alltag aus, wenn man auf einer Reise ist. Wir haben die Tage vergessen. Und wenn Du uns gefragt hättest, welchen Tag wir haben, dann hätten wir auf unserem Smartphone nachschauen müssen. Dies ist zumindest für mich das Zeichen, dass ich anfangen muss einen geregelten Tagesablauf aufzubauen.

Mercado 4

Am Mittwoch haben wir dann beschlossen, dass wir mit unserem Zimmernachbarn zum südamerikanischen Markt gehen. Gegen 11 Uhr haben wir uns also zu Fuß auf den Weg gemacht in Richtung Colectivo – ca. 20 Minuten dauert dieser einfache Weg. An der Bushaltestelle angekommen, mussten wir also nur noch auf „den“ Bus warten. Leider steht es nach wie vor nicht an den Bussen oder an den Bushaltestellen, wohin die Busse fahren. Also wird einer nach dem anderen angehalten und nachgefragt: ‚¿á Mercado cuatro?‘. Dies ganze so lange bis dann der erste Busfahrer mit einem fröhlichen ‚¡Si!‘ antwortet. Also zu dritt in den Bus klettern und jeder schnell bezahlen. Immerhin warten hier noch mehr Passagiere darauf in den Bus zu kommen. Ein Stückchen weiter hinten wird schon wild mit der Hupe gespielt. Übrigens in Paraguay ein Spielchen, welches sehr populär ist. Ich werde dazu sicherlich noch einen eigenen Artikel schreiben.
Die Fahrt mit dem Bus dauert insgesamt ca. 30 Minuten, in denen man an den unterschiedlichsten Orten vorbei kommt. Auf der einen Straßenseite sind die Favelas der ganz armen Bevölkerung und direkt gegenüber steht ein Autohaus neben dem anderen. Das ist schon ein wenig verstörend.
Kaum, dass wir dann das Marktareal sehen konnten, mussten wir auch schon aufspringen und den Busfahrer zum Anhalten nötigen. In den folgenden 2 Sekunden mussten gefühlt 10 Personen durch das viel zu enge Drehkreuz gehen und die steile Treppe hinab klettern. Immer wieder ein tolles Abenteuer.
Was wir bis dahin nicht wussten: Der Markt kennt keine geregelten Öffnungszeiten und so haben bereits weit über die Hälfte der Markstände ihre Waren eingeräumt und die Schränke abgesperrt. Wir schlendern dennoch durch die größeren Geschäfte und schauen uns ein wenig um. Zum Kaufen sind wir nicht hingefahren, so dass es uns auch nicht weiter stört, dass nur noch so wenige Geschäfte geöffnet haben. Unser Zimmernachbar wollte sich noch ein neues Tablet kaufen und hatte eine genaue Vorstellung davon. Wir haben daher nahezu jeden Elektronikstand angesteuert, um dort zu schauen, ob es eben dieses Tablet dort gibt. Aber sobald dann von 3GB Arbeitsspeicher gesprochen wurde, haben alle Verkäufer nur noch gelächelt und uns viel Glück bei der weiteren Suche gewünscht.

Mittagessen und ein Kaffee danach

 

Da wir langsam Hunger bekamen, sind wir vom Mercado 4 in Richtung Altstadt gegangen. Die Straße auf der wir uns befanden, war eine Einbahnstraße, welche aus der Stadt hinaus führt. An ein Taxi oder den Bus war also nicht zu denken. Ein kleines Restaurant mit dem klangvollen Namen ‚Carlitos Way‘ hat es uns angetan. Jeder hat ein anderes Gericht von der Tageskarte bestellt und wir haben auf unser Menü Surprise gewartet. Es handelte sich dabei offenbar um mehr oder weniger traditionelle Gerichte, die überraschenderweise selbst unseren verwöhnten europäischen Gaumen gut gemundet haben. Dazu dann entweder ein Bier, eine Fanta oder stilles Wasser.

Nach dem Essen haben wir uns für einen Kaffee entschieden, welchen wir in unserem neuen Lieblingscafé zu uns genommen haben. Ja, es ist nicht mehr grün, aber immerhin genauso lecker und ähnlich teuer. Dass wir nun für die drei Getränke und das Stück Kuchen fast genau so viel bezahlt haben wie für den Hauptgang ist hier nur eine kleine Unzulänglichkeit bei der gesamten Speisenwahl.

Eine Taxifahrt, die ist lustig

Da wir nun alle drei mehr, oder ziemlich, satt waren und wir auch keine Lust mehr hatten uns weiterhin angestrengt zu bewegen, entschieden wir uns für ein Taxi für den Heimweg. Es gibt Städte, da ist Taxifahren total einfach und langweilig. Da hält man die Hand auf die Straße und ein Taxi hält an, fragt, wohin man möchte und bringt einen sicher ans Ziel.
Nicht so in Paraguay bzw. Asunción. Es gibt Straßenzüge, da ist weit und breit kein Taxi zu sehen und es gibt Ecken, da stehen dann zehn Stück von diesen gelben Fahrzeugen herum. Wir hatten Glück und haben an einer Straßenecke drei Taxen gefunden, in die wir einsteigen konnten. Gemäß den hier geltenden Regeln nimmt man immer das Taxi, welches als vorderstes in der Reihe steht. Dies wollten wir dann auch machen. Der Fahrer des ersten Wagens hat gerade ein Mittagsschläfchen gehalten und ist von Einheimischen kurzerhand geweckt worden. Wir haben schon alle drei im Auto gesessen und ich habe dem Fahrer erklären wollen, wohin die Fahrt gehen sollte, als uns aufgefallen ist: Der Fahrer kann nicht lesen und versteht unser eher mittelprächtiges, wenn nicht gar schlechtes Spanisch auch nicht. Also ist er ausgestiegen und hat einen Kollegen gefragt, wohin die Fahrt gehen soll. Möglicherweise hatte er auch einfach keine Lust, uns zu chauffieren. Der Fahrer kam zurück und sagte: ‚No no no‘.
Wir sind also wieder ausgestiegen und haben das nächste Taxi genommen. Dieser Fahrer hatte vom anderen Fahrer bereits die Adresse gewusst und hat uns gesagt, dass die Fahrt ca. 25 Minuten dauern würde. Wir saßen kaum, da ging die wilde Fahrt auch schon los. Fast wie in den Colectivos. Bei jeder Bodenwelle und in jeder Kurve hat das Auto an irgendeiner Stelle ein seltsames Geräusch von sich gegeben. Total normal, sage ich euch. Bisher sind wir noch immer heil und gesund am Ziel angekommen.

Sprachen lernen für

Kaum, dass wir wieder in unserer Unterkunft waren, fing es auch schon an, wie aus Eimern zu schütten. Wer jetzt denkt, dass es in der dritten Woche in San Lorenzo schon schlimm gewesen ist, dem sei gesagt: da geht noch viel mehr. In einer kurzen Regenpause konnten wir für euch diese bewegten Bilder von der Hauptstraße Mola Lopez aufnehmen.

Your content goes here. Edit or remove this text inline or in the module Content settings. You can also style every aspect of this content in the module Design settings and even apply custom CSS to this text in the module Advanced settings.

Chipas – schnell und einfach

400g Maniokstärke, 300g geriebenen Käse, etwas Butter, etwas Milch, Salz und Backpulver zu einem geschmeidigen, nicht zu trockenen Teig verkneten. Dann kleine Bällchen formen und bei 250° für ca. 20 Minuten Gold-Braun backen. Am besten direkt, noch warm, geniessen.

Und in der nächsten Woche?

Da wir uns immer noch nicht festlegen möchten, was wir genau machen werden, stehen nur ein paar Eckdaten fest. Am Mittwoch wird es ein etwas größeres Essen geben. Sobald es wieder einen schöneren Abend gibt, wollen wir in Richtung Fluss gehen, um dort ein paar Sonnenuntergangsmomente zu geniessen und ich habe auf der Stadtkarte ein Hard Rock Café entdeckt. Sandra ist davon jedoch nur eingeschränkt begeistert und der riesige Markt Mercado 4 ist noch nicht abgehakt. Vielleicht dieses mal einfach schon vor dem Wach werden?

Anmeldung zum Newsletter

Anmeldung zum Newsletter

Sollen wir Dich immer auf dem Laufenden halten?

Ja, das ist ganz einfach, trage unten Deinen Namen und Deine E-Mail-Adresse ein und drücke auf "Anmelden".

Du meldest Dich damit an unserem Newsletter an. Selbstverständlich kannst Du Dich auch jederzeit wieder abmelden.

Datenverarbeitung erlaubt?

Die Anmeldung war erfolgreich.