Besuch im Club-Resort Rakiura

Unser Wochenende begann damit, dass für uns der erste Unterkunftswechsel anstand. Nachdem es letzten Freitag ohne Unterbruch geregnet hat, war unser Samstag von gutem Wetter geprägt. Wir konnten uns ganz bequem in „unser“ Taxi setzen und uns auf den Weg zur neuen Unterkunft machen. „Unser“ Taxi deshalb, weil wir in den letzten drei Wochen regelmäßig mit diesem Fahrer unterwegs waren. Leider sind wir nun nicht mehr in San Lorenzo, so dass er sich neue Fahrgäste suchen muss.

Angekommen an der neuen Unterkunft, mussten wir dann noch auf die Eigentümer warten, da wir ca. 30 Minuten zu früh vor Ort waren. Das war natürlich nicht weiter schlimm, denn so konnten wir schon einmal einen kleinen Eindruck von der Umgebung gewinnen. Auch wenn wir mit dem ganzen Gepäck nicht wirklich weit weg gehen wollten. Die Straßen sind nämlich wirklich sehr abenteuerlich hier. Nachdem unsere Hosts uns dann die Zimmer gezeigt haben, konnten wir uns einrichten und haben für den Rest des Tages noch etwas Verpflegung und Unterhaltung gesucht.

Am Sonntag hatten wir dann eine Einladung in das recht exklusive Rakiura-Resort in Luque. Die Jahresmitgliedschaft in diesem Resort ist der reicheren Bevölkerungsschicht vorbehalten, denn für eine Familie bewegt sie sich bereits im Fünfstelligen USD Bereich. Eine Rundfahrt mit dem Club-Car hat uns dann gezeigt, dass hier wirklich an nichts gespart wurde. Verschiedene Pools, ein Wellenbad, Fitnesscenter, Tennisplätze und eine Golfanlage sind vorhanden. Ebenso dürfen natürlich Dressur- und Sprunganlagen, genauso wie Basketball-, Volleyball- und Fußballplätze nicht fehlen. Ein Hotel mit Veranstaltungsräumen und Restaurant muss da, glaube ich, nicht mehr gesondert erwähnt werden. Da es Sonntags immer ein riesiges Brunch-Buffet gibt, haben wir uns dafür entschieden dieses für uns in Anspruch zu nehmen. Die Auswahl an verschiedenen Fleisch- und Fischgrilladen ist unglaublich. Dazu kommen dann noch die unterschiedlichsten Gemüsesorten in kalt und warm. Dieses Resort ist ein Paradies im Paradies und der ideale Ort, um ein wenig Erholung zu bekommen. Da die Mitgliedschaft aber doch recht teuer ist und wir ja weiter reisen möchten, haben wir uns dazu entschieden, dass wir keine Mitgliedschaft abschließen.

Die fehlende Erholung

Der ganze Stress, der letzten Monate vor der Abreise, wird einfach nicht wirklich weniger. Da wir im Rakiura-Resort ein Deutsches Geschwisterpaar kennengelernt haben, sind wir in dieser Woche dann mit den beiden ein wenig unterwegs gewesen und haben uns über Pläne, Träume und Ziele unterhalten. Es waren sehr spannende Themen, die wir hatten, und es waren viele Gemeinsamkeiten, über die wir sehr erstaunt waren.

Da wir also immer noch Erholung benötigen, sind wir in diesen Tagen nicht sehr viel unterwegs gewesen, sondern haben die meiste Zeit mit unseren Hosts oder den neuen Freunden verbracht. Mit unseren Hosts lernten wir Spanisch und mit den neuen Freunden ging es dann in der Hauptsache nur zum Essen.

Die Altstadt

Damit es nicht nur eine Zimmerwoche wird, haben wir uns dann doch noch für einen Ausflug in die Altstadt von Asunción entschieden. Durch einen Reiseführer inspiriert, sind wir als erstes mit dem Colectivo zur alten Bahnstation gefahren. Diese ist als Museum eingerichtet und zeigt einige wirklich tolle Exponate, an denen man den Zahn der Zeit erkennen kann. Die alte Lok ist leider nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, dafür der erste Klasse Wagen mit Küche und Bar.

Anschließend sind wir zur Touristen-Information gegangen und haben uns einen Stadtführer von Asunción inklusive einer Landkarte von Paraguay, mit den wichtigsten Städten geholt. Mit dem Stadtführer in der Hand sind wir weiter in Richtung Präsidentenpalast. Auf dem Weg dorthin haben wir uns ein paar Empanadas geholt, da wir beide langsam hungrig wurden. Der Präsidentenpalast ist unmittelbar an der künstlichen Lagune, die sogar einen Sandstrand hat. Leider ist das Baden in dieser Lagune nicht zu empfehlen. Der Rio Paraguay hat leider keine so starke Strömung, dass das Wasser aus der Lagune regelmäßig getauscht wird.

Nachdem wir nun unsere Mittagspause am Wasser verbracht haben, sind wir wieder zurück in Richtung Altstadt gegangen, um noch ein paar Sehenswürdigkeiten zu finden. Irgendwie sind wir jedoch so satt gewesen, dass wir entweder daran vorbei gegangen sind, oder sie einfach nicht sehen wollten. So sind wir zum Kaffee noch in eine Kaffee-Bar gegangen, die uns doch sehr an unser Lieblings-Café in Winterthur erinnert hat. Der gesamte Aufbau, die Bedienung, die Zubereitung und die Auswahl waren annähernd identisch. Nur die Farben und der Name waren unterschiedlich.

Ein neuer Mitbewohner

Zu guter Letzt haben wir noch einen neuen Mitbewohner in unserer AirBnB bekommen. Ein Finne, der seinen 50. Geburtstag dazu genutzt hat um 16 Wochen Ferien zu machen und in dieser Zeit die Reise seines Lebens zu machen. Ähnlich wie wir also, nur mit dem Unterschied, dass er nur 16 Wochen Zeit eingeplant hat, während wir einfach losgefahren sind, ohne zu wissen wie lange wir brauchen werden. Für seine Reise hat er seit acht Jahren seinen Urlaub gespart, denn in Finnland darf man pro Jahr eine Woche Urlaub aufsparen. Die Familie und der Arbeitgeber wussten seit dem Zeitpunkt auch von seinem Plan. Jetzt denkst Du Dir: acht Jahre und 16 Wochen, das passt doch gar nicht. Und damit liegst Du richtig. Im Jahr des 50. Geburtstages hatte er Anspruch auf 7 Wochen Ferien. Und dazu noch ein paar Überstunden und die 16 Wochen sind zusammen.

Wir finden diese Umsetzung der Reise einfach super und freuen uns total für ihn. Zusätzlich haben wir für uns noch weitere Tipps, von Orten, die wir unbedingt besuchen sollten, erhalten.

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