Samstag, 28. April 2018 – Hier sind wir nun also. Angekommen in einem uns völlig fremden Land, mit einem ganz anderen Klima und einer abweichenden Mentalität.

Aber langsam. Am 27. April haben wir den Schritt gemacht und sind ins Flugzeug von Zürich nach Madrid eingestiegen. Bei uns waren jeweils ein großer Koffer und ein Rucksack. Zusätzlich haben wir noch eine Kameratasche dabei gehabt. Damit war unser Freigepäck komplett ausgeschöpft. Dieser erste Flug war sehr unspektakulär in einer sehr kleinen Embraer 195. Ganze drei Stunden dauerte dieser Flug, und doch verging er „wie im Fluge“. Der Landeanflug war recht seltsam, haben wir doch gefühlt den Flughafen erst einmal eingekreist, bevor wir endgültig gelandet sind. Nach der Landung sind wir dann noch 15 Minuten auf dem Rollfeld gefahren, bis wir endlich am Gate angekommen sind.

 

Also raus aus dem Flugzeug und rein in die große Flughafenhalle. Oh ja, Madrid ist wirklich groß. Und auch, für mein Empfinden, wirklich nicht schön. Wir sind endlose Kilometer (insgesamt waren es ca. 5km) auf diesem Flughafen gelaufen, bis wir endlich die Non-Schengen-Lounge gefunden haben, wo wir uns die nächsten Stunden aufhielten, um etwas zu Essen und zu trinken, sowie einen brauchbaren Internetzugang zu finden. All dies hat für uns sehr gut geklappt und haben wir entsprechend genossen.

Gegen 22:30 Uhr war es dann soweit und wir haben die Lounge in Richtung Gate verlassen. Uns ist schon auf dem Weg zur Lounge aufgefallen, dass auf diesem Flughafen riesige Menschentrauben vor dem Abfluggate warten. Also haben wir beschlossen, dass wir, entgegen unserer normalen Methodik, sehr früh schon zum Gate gehen und uns vorne anstellen. Tatsächlich waren wir die Dritten in der Warteschlange für normale Passagiere. Es gab dann noch die Warteschlange für Priority-Boarding. Dies kann man aber nur im Vorraus buchen.

Endlich an unseren Sitzplätzen angekommen, habe ich das Handgepäck verstaut und wir haben uns erst einmal gesetzt. Mit beinahe 40 Minuten Verspätung war dann der Start und unser Airbus A330-200 hob sanft vom Boden ab. Hinter uns stillende Mütter und spielende Kinder. Gegen 1 Uhr morgens gab es dann das Abendessen. Nach schier endlosen Versuchen hat dann auch das Einschlafen geklappt. Wobei es dann auch bald schon vorbei war. Denn die Kinder waren früh wieder wach. Und deren Spielzeuge leider auch.

Es gab dann ein Frühstückchen mit Instantkaffee soviel man möchte. Als kleinen Trost haben wir einen ca. 2 Stunden dauernden Sonnenaufgang verfolgen dürfen.

Endlich gelandet, Südamerika, wir sind da.

In Asuncion angekommen mussten alle Passagiere das Flugzeug verlassen, auch die, die eigentlich noch weiterfliegen wollten. Denn es war nur ein Zwischenstop in Asuncion. Das eigentliche Ziel des Flugzeugs ist Cordoba in Argentinien. Nach dem Verlassen wurden wir von der Migrationsbehörde bzw. dem Zoll registriert und haben unseren Visum-Stempel im Reisepass erhalten. Diesen Schritt erledigt, ging es dann zum Kofferlaufband, wo wir noch ziemlich lange auf den Koffer warten durften. Während der Wartezeit sind sehr viele hilfsbereite Mitarbeiter auf uns zugekommen und wollten uns die Arbeit mit den Koffern abnehmen. Nachdem wir ihnen klarmachen konnten, dass wir nur einen Koffer haben, gaben sie auf.

Koffer und Bargeld vom Bankomaten haben uns schließlich zum Taxistand geführt, wo sich die Fahrer auch bald um uns gestritten haben. Mit einem Zettel in der Hand, auf dem die Zieladresse und der gewünschte Fahrpreis stand, sind wir schließlich mit einem Taxi losgefahren in Richtung der Universität National Asuncion. Dort in der Nähe ist unser erstes AirBnB, welches wir für drei Wochen bewohnen werden.

Bereits am ersten Tag haben wir uns mit einem befreundeten Deutschen getroffen, der bereits seit vielen Jahren in Paraguay lebt. Er wird uns die ersten Wochen ein wenig Starthilfe geben und uns über Gepflogenheiten, Do’s und Don’ts aufklären.

Da wir mit dem Ziel der Wohnsitznahme nach Paraguay gekommen sind, hatten wir in der ersten Woche also zahlreiche Behördengänge zu erledigen. Wir mussten zur Identificaciones, zu Interpol, zur Migraciones, zur Staatlichen Notenbank, zum Notar und, und, und. Es waren so viele Termine hintereinander, dass ich beinahe vergessen hatte, dass es schon wieder Samstag war und die erste Woche vorbei war.

Abgesehen von meinem ersten Eindruck: „Können wir wieder zurück nach Europa“, ist es nach der ersten Woche sehr angenehm geworden. Ja, mit dem Wetter haben wir beide zu kämpfen, denn dieses Subtropische ist einfach nicht jedermanns Sache. Ich vermute aber, dass wir uns daran bald gewöhnen werden. Ebenso, dass es verschiedene Dinge gibt, die in Europa einfach ganz anders gehandhabt werden. Von unseren Spanisch-Kenntnissen einmal ganz angesehen. Aber auch dies wird kommen. Jeden Tag ein bisschen ist am Ende vom Monat auch ein Haufen, oder?

Anmeldung zum Newsletter

Anmeldung zum Newsletter

Sollen wir Dich immer auf dem Laufenden halten?

Ja, das ist ganz einfach, trage unten Deinen Namen und Deine E-Mail-Adresse ein und drücke auf "Anmelden".

Du meldest Dich damit an unserem Newsletter an. Selbstverständlich kannst Du Dich auch jederzeit wieder abmelden.

Datenverarbeitung erlaubt?

Die Anmeldung war erfolgreich.