Irgendwann kommt dann der Moment an dem alles verkauft werden muss was nicht mit auf die Reise geht. Gemäß unserer Planung sind wir als erstes für einen längeren Zeitraum in Südamerika. Wir haben also die Möglichkeit alles an Möbeln, Elektrokleingeräten und weiterem Hausrat in einem Container auf dem Seeweg mitzunehmen. Oder wir verkaufen alles was wir für nicht Notwendig erachten und gehen nur mit ein paar Elektrokleingeräten (Laptop, Tablet, Fotokamera) und unserer Bekleidung auf diese Reise. Und genau dafür haben wir uns nun entschieden. Insbesondere auch im Hinblick auf die weitere Planung sollte dies eine gute Entscheidung werden.

Wir haben also vor Monaten bereits begonnen uns von unterschiedlichem Hausrat und Möbeln zu trennen. Und was soll ich sagen: es war sehr befreiend. Über gängige Internetportale haben wir unsere Möbel, Geschirr, Töpfe, TV, Kleinstartikel inseriert und konnten diese sogar an den Mann (natürlich auch an die Frau) bringen. Wobei wir einiges auch gratis abgegeben haben. Voller Dankbarkeit sind unsere Waren in den weiteren Wirtschaftskreislauf eingeflossen und konnten so ein erfülltes Leben bei neuen Besitzern genießen.

Mein Auto cry

Ein emotional sehr intensiver Moment war, als wir unser Auto verkauft haben. Immerhin waren wir es gewohnt jederzeit ins Auto einsteigen zu können und es zu nutzen. Zähe Verhandlungen waren es, bevor wir zu einer Einigung gekommen sind, wollte der Käufer doch selbst noch einen Gewinn aus seinem Kauf schlagen. Schlussendlich haben wir uns auf einen guten Preis geeinigt bei dem keiner von beiden Draufzahlen musste.

Nun waren wir also ohne Auto, ohne Möbel und ohne Töpfe in unserer Wohnung. Und doch hatten wir alles was wir brauchen bei uns. Denn unser Bett, Schreibtisch, Sofa und Tisch hatten wir noch. Ebenso noch einen Fernseher (YouTube Präsentator), Laptop, Tablet und andere Kleingeräte. Auch das Kochen war weniger ein Problem, denn dafür haben wir unseren Dampfgarer und einen Backofen, welcher vom Vermieter gestellt wurde.

Fehlt uns nun unser Auto? Ja natürlich – und auch – Nein, überhaupt nicht. Denn im Rahmen dieser Minimalisierung unseres Hausstandes ist uns aufgefallen, dass man sehr gut mit sehr wenig auskommen kann. Sollten wir wirklich mal ein Auto benötigen, so konnten wir es günstig anmieten; sogar auf Stundenbasis wenn es sein musste.

Etwas später musste dann auch noch das Motorrad dran glauben und sollte einen neuen Besitzer finden. Also wieder ein Inserat geschaltet, diesmal mit allen Details und dem Hinweis, dass es ein Fixpreis ist. Genutzt hat es leider wenig. Innerhalb weniger Minuten haben wir Anfragen erhalten mit Preisvorschlägen die eher Witzig als Ernst gemeint sein konnten. Selbst der Käufer wollte bei Abholung noch nach verhandeln, wobei wir mehrfach geschrieben haben, dass es keine Nachverhandlung gibt.

Für Dich heißt das, sofern Du ebenfalls eine lange Reise planst: sammle zusammen, was Du unbedingt benötigst. Und sortiere davon die Hälfte aus. Denn dies benötigst Du garantiert auch nicht. Vor allem aber heißt es: nehme Dir Zeit um alle Dinge zu verkaufen. Wir haben einen Zeitraum von sechs Monaten geplant um alles zu verkaufen und stellen jetzt fest, dass es gar nicht mehr so lange hin ist, bis alles weg sein muss.

Ende März war es dann soweit, dass wir unsere Wohnung komplett aufgelöst haben mussten. Die letzten paar Habseligkeiten, die nicht mit auf die Reise gehen sollten und auch nicht eingelagert werden sollten wurden verschenkt oder gar ganz entsorgt. Denn, auch wenn wir zwar einen Lagerraum angemietet haben, so ist dieser auch nicht unbegrenzt groß.

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